
Handgelenksprobleme und eine schwierige Saison in den USA: Dan Brown kehrt 2026 nicht mehr auf die PGA Tour zurück und konzentriert sich auf die DP World Tour.
Dan Brown zieht einen Schlussstrich unter sein erstes Jahr in den USA. Wie Golf Monthly berichtet, hat der Engländer die „schwierige Entscheidung" getroffen, für den Rest der Saison 2026 nicht mehr auf die PGA Tour zurückzukehren. Gesundheits- und Verletzungsprobleme hätten den Ausschlag gegeben. Stattdessen will der zweimalige Sieger auf der DP World Tour das Jahr in Europa zu Ende spielen.
Brown: „Eine frustrierende Phase"
Seine Entscheidung machte Brown über seinen Instagram-Account öffentlich. „Aufgrund der jüngsten gesundheitlichen Probleme und Verletzungen habe ich die schwierige Entscheidung getroffen, für den Rest der Saison 2026 nicht mehr auf die PGA Tour zurückzukehren", schrieb er laut Golf Monthly. „Nachdem ich ein paar Tage Zeit zum Nachdenken hatte, und nach Wentworth habe ich nicht das Gefühl, mental und körperlich am richtigen Punkt zu sein, um die Saison so zu Ende zu bringen, wie ich es mir gewünscht hätte."
Den Rest des Jahres werde er auf der DP World Tour spielen, „einem Ort, an dem ich mich wohlfühle und mich mit Menschen umgeben kann, die mich wieder auf den richtigen Weg bringen können". Zum Schluss dankte er Familie, Freunden und Sponsoren, die in einer „frustrierenden Phase" zu ihm gehalten hätten.
Vom Nachrücker zum PGA-Tour-Rookie
Den Weg in die USA hatte sich Brown mit einer starken Saison 2025 erarbeitet. Laut Golf Monthly sicherte er sich einen der zehn PGA-Tour-Plätze, die über die DP World Tour vergeben werden. Ein entscheidender Baustein war sein emotionaler Sieg bei der BMW International Open in Deutschland. Dazu kamen fünf weitere Top-10-Ergebnisse, darunter zwei zweite Plätze. Eigentlich wäre der Engländer nur auf Rang elf der Berechtigten gelandet. Weil sein Landsmann Laurie Canter aber vor Saisonbeginn zu LIV Golf wechselte, rückte Brown nach.
In den USA lief es dann nicht nach Plan. Bei seinem Debüt, dem Sony Open, landete der 31-Jährige noch in den Top 20. Danach verpasste er laut Golf Monthly in fünf seiner nächsten sieben PGA-Tour-Starts den Cut. Bei den beiden Wochenendteilnahmen in diesem Zeitraum wurde er geteilter 30. und geteilter 40. Vor dem Beginn der FedExCup Fall lag Brown in der FedExCup-Wertung deutlich außerhalb der Top 100.
Handgelenk bremst ihn seit Monaten
Zu den schwachen Ergebnissen kam eine hartnäckige Handgelenksverletzung. Wie Golf Monthly berichtet, musste Brown deshalb seine Starts bei den British Masters und der BMW PGA Championship in Wentworth absagen. Für die Irish Open hatte er eine Injektion geplant, entschied sich am Ende aber dagegen. Seit seinem geteilten 18. Platz bei der Open Championship im Juli hat der frühere Weltranglisten-67. nur ein Turnier bestritten: Bei der Nexo Championship der DP World Tour Mitte August wurde er geteilter 16.
Sportlich muss sich Brown in Europa keine Sorgen machen. Dank seines Sieges in Deutschland hat er laut Golf Monthly auf der DP World Tour bis Ende der kommenden Saison volles Spielrecht. Sein erster Start nach der Ankündigung soll bei der Alfred Dunhill Links Championship in Schottland folgen.
Der Sprung in die USA hat seinen Preis
Browns Fall zeigt, wie viel der Wechsel von der DP World Tour auf die PGA Tour verlangt. Über die zehn Karten für die besten Spieler der Europa-Tour öffnet sich zwar der direkte Weg in die USA. Dort warten aber neue Plätze, lange Reisen und ein Umfeld fernab von Familie und gewohntem Team. Das gilt auch für Spielerinnen und Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die mit diesem Weg liebäugeln. Für Brown stehen jetzt erst einmal Gesundheit und Erholung im Vordergrund.
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